Überblick
Für Administratoren unter Ubuntu ist eine rasche Bestandsaufnahme von Systemzustand und laufenden Diensten im Fehlerfall unerlässlich. In diesem Praxisleitfaden beleuchten wir den Befehl choreo_diagnose mitsamt seinen wichtigsten Parametern. Anhand praktischer Terminalschritte demonstrieren wir den kompletten Diagnoseablauf – angefangen bei der grundlegenden Ressourcenprüfung über die Netzwerkanalyse bis hin zum automatisierten Export strukturierter Berichte.
Vorbereitung von choreo_diagnose und grundlegende Parameter
Bevor das Diagnosetool einsatzbereit ist, müssen die zur Datenabfrage und JSON-Verarbeitung erforderlichen Hilfsprogramme curl und jq im System bereitgestellt werden. Hierfür stößt der folgende Aufruf die Paketaktualisierung sowie die Installation beider Pakete an:

Um das Diagnoseprogramm auf dem System bereitzustellen, hinterlegen wir das entsprechende Bash-Skript unter /usr/local/bin/choreo_diagnose und statten die Datei direkt mit den nötigen Ausführungsrechten aus:

Das Dienstprogramm choreo_diagnose bündelt wichtige Prüfroutinen für Hardwareressourcen und Netzwerkintegrität in einer zentralen Schnittstelle. Über das Flag --help lässt sich die integrierte Befehlsübersicht samt aller verfügbaren Schalter aufrufen.
⚙️ [Wesentliche Optionen im Überblick]
-h, --help : Zeigt Hilfetexte, Syntax und sämtliche Steuerungsoptionen an.-v, --version : Gibt Aufschluss über den Release-Stand des Dienstprogramms.--system : Analysiert Prozessorauslastung, Arbeitsspeicher sowie Speicherplatzbelegung.--network : Inspiziert aktive Netzwerkverbindungen und geöffnete Ports.--output <file> : Schreibt das vollständige Untersuchungsergebnis strukturiert in eine JSON-Datei.

Über den Parameter --version wird die aktuell installierte Programmversion sowie die Zielarchitektur des Dienstprogramms ermittelt:

Systemressourcen und Betriebssystemstatus ermitteln (–system)
Zur Vorabprüfung der Speicherverhältnisse empfiehlt sich ein schneller Blick auf RAM und Swap mittels free -h. Die tabellarische Ausgabe liefert sofort klare Einblicke in den belegten Speicherbereich und die tatsächlich für Prozesse noch verfügbare Reserve (available):

Wird das Skript nun mit dem Schalter --system aufgerufen, konsolidiert choreo_diagnose die zentralen Leistungswerte des Rechners. In der Ausgabe erscheinen die Systemlaufzeit (Uptime), die RAM-Auslastung sowie die Belegung des Wurzeldateisystems übersichtlich zusammengefasst, was eine prompte Bestätigung des fehlerfreien Zustands (OK) ermöglicht:

Netzwerkverbindungen und Port-Status überprüfen (–network)
Vor der eigentlichen Netzwerkanalyse verschafft die Abfrage der Routing-Tabelle mittels ip route show Klarheit über das hinterlegte Standard-Gateway und die aktiven Routen des Systems:

Durch Anhängen des Flags --network führt choreo_diagnose eine gezielte Kommunikationsprüfung durch. Dabei wird die Erreichbarkeit des Gateways verifiziert und die DNS-Auflösung getestet; das resultierende OK-Feedback signalisiert einen stabilen Datenaustausch auf Netzwerkebene:

Diagnoseberichte in Dateien exportieren (–output)
Zur sauberen Ablage erzeugter Auswertungen wird zunächst ein dediziertes Verzeichnis angelegt, in das unmittelbar danach gewechselt wird:

Über den Parameter --output schreibt choreo_diagnose sämtliche Prüfdaten direkt in eine Zieldatei – hier report.json. Nach Beendigung des Vorgangs quittiert das Tool den erfolgreichen Speichervorgang mit einer entsprechenden Pfadbestätigung:

Mit der Kombination cat report.json | jq . lässt sich die exportierte JSON-Datei formatiert und übersichtlich im Terminal betrachten. Der strukturierte Datenblock belegt eindeutig, dass der Gesamtstatus (status), der genaue Zeitstempel (timestamp) sowie die überwachten Dienste (services) lückenlos erfasst wurden:

Damit haben wir die praxisnahe Handhabung und die wichtigsten Einsatzszenarien von choreo_diagnose unter Ubuntu durchgespielt. Durch die gezielte Wahl der passenden Parameter lassen sich Systemengpässe sowie Netzwerkanomalien im Administrationsalltag zügig identifizieren und zielgerichtet beheben.